Die Idee

Wie alles begann:

1981 war Dagmar bei ihrer Brieffreundin Isabelle in Paris. Deren Schwester Annelise hatte zusammen mit der madagassischen Ordensschwester Sr. Julienne eine Ausbildung zur Erzieherin absolviert. Seitdem besteht der Kontakt zu Sr. Julienne. Zweimal war Sr. Julienne in Deutschland zu Besuch und einmal flog Dagmar nach Madagaskar. Als Dagmar von der Möglichkeit hörte, dass Ausländer für ein Jahr als MaZ im Erzbistum Paderborn arbeiten können, schlug sie Sr. Julienne vor, einen jungen Madagassen nach Deutschland zu schicken. So kam ihr Neffe Tafita, um den es auf dieser Homepage hauptsächlich geht. Tafita arbeitete auf dem Jugendbauernhof in Hardehausen. Während seines Aufenthaltes in Deutschland lernte Weihbischof Matthias König den Bischof von Farafangana, Marc Benjamin Ramaroson, bei einer deutsch-afrikanischen Bischofskonferenz kennen. Er erzählte von Tafita. Marc Benjamin war 2006 zum Bischof von Farafangana ernannt worden und hatte sich gewünscht, dass jeder Katholik fünf Jahre lang 5 Bäume pflanzt, um Buschfeuern und Abholzung entgegen zu wirken. Inzwischen ist aus dieser Idee das Projekt Grüne Diözese entstanden, das überwiegend vom Secours Catholique finanziert wird. Bischof Benjamin suchte damals einen Agrarexperten und so fing Tafita 2011 als technischer Assistent bei der Grünen Diözese an.

Tafita organisiert Aufforstungsaktionen, animiert, berät und kontrolliert die Arbeit, unterhält eine Reihe von Baumschulen und war von Beginn an motiviert, sein Wissen über die Landwirtschaft weiterzugeben. So legte er Versuchsfelder mit Trockenreis und Gemüse an, zeigte Interessierten, wie man Kompost herstellt und unternahm erste Versuche mit Kleintierhaltung.

Noch in Deutschland lernte Tafita Thierry kennen und eine echte Freundschaft entstand.

2012 ging Elena als erste MaZ über den Verein mundus Eine Welt e.V. nach Madagaskar. Ende 2013/Anfang 2014 reisten Dagmar und der Leiter des Referates Mission-Entwicklung-Frieden, Ulrich Klauke, nach Madagaskar. Der deutsch-madagassische Austausch nahm konkretere Formen an: Auch in Ambalavao, im Hochland von Madagaskar gelegen, wurde eine MaZ-Stelle eingerichtet (für Deutschunterricht am Collège Anne-Marie Javachey). Dieses Collège wird von Sr. Julienne geleitet.

Auf der Rückreise machten Tafita, Dagmar, Elena und Ulrich Bekanntschaft mit den Soeurs de Notre Dame de la Salette in Antsirabe. Dort entstand die Idee, eine junge Schwester ebenfalls für ein Jahr nach Deutschland zu entsenden. So flog Sr. Georgine Rakotondrafara im Juli 2013 nach Deutschland und arbeitete ein Jahr lang als MaZ auf dem Jugendbauernhof in Hardehausen.

Tafita war 2013 übrigens auch noch einmal in Deutschland und hat in Herrsching am 26. Internationalen Seminar für Führungskräfte der Landjugendarbeit teilgenommen.

Ein Meilenstein des deutsch-madagassischen Austauschs war das Madagaskar-Seminar auf der Hegge, welches vom 23.-25. August 2013 stattfand und bei dem Tafita, Elena und Thierry referierten.

Was nach 2013 passiert ist

2013 sind Lena und Felix nach Madagaskar ausgereist. Felix wollte in Farafangana ein MaZ-Jahr absolvieren, Lena wollte in Ambalavao Deutsch unterrichten. Nachdem sie in Ambalavao Madagassisch gelernt und sich gerade eingelebt hatten, wurde jedoch von weltwärts dringend zur Ausreise geraten, da Madagaskar wegen der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen zu gefährlich werden könnte. Beide sind dann nach Namibia in einen Einsatz gegangen. Lena begleitet aktuell die Freiwilligen, die nach Madagaskar ausreisen.

Bischof Benjamin wurde Ende 2013 zum Erzbischof von Antsiranana ernannt.

2013/14 ist Sr. Georgine von den Soeurs de Notre Dame de la Salette ein Jahr auf dem Jugendbauernhof in Hardehausen gewesen. 2014/15 war Olivia aus Fianarantsoa ein Jahr im Familienzentrum St. Vincentius in Scherfede, ein Jahr darauf hat Odile aus Antsirabe in der katholischen Kindertagesstätte Charvinstift in Warburg gearbeitet.

Am 13.10.2015 verstarb Sr. Julienne Razanadraibe im Alter von 69 Jahre.

2015/16 waren Janos und Simon in Madagaskar. Simon hat im Bereich Grüne Diözese Farafangana gearbeitet, Janos war bei den Soeurs de St Joseph de Cluny in Ambalavao.

Nach dem offiziellen Ende des Projektes „Grüne Diözese“ (31.3.2016), das vom Priesterrat der Diözese Farafangana und dem Secours Catholique beschlossen wurde, haben Tafita und Richard damit begonnen, mit einem Zwischenprojekt „Santatra“ im Raum Faragangana die Aufforstung zu intensivieren. Tafita ist uns ja als verlässlicher und fleißiger Mensch bekannt. Ebenso konnte sich Dagmar bei der Reise im Juni/Juli 2015 von den Qualitäten seines Kollegen Richards überzeugen. Die beiden planten, bis September 120 Haushalte mit Agroforstaktivitäten, den energiesparenden Kochern von ADES und mit Spar- und Kreditprogrammen zu erreichen. Inzwischen hat sich das Projekt etabliert und es sind tatsächlich 120 Familien in 6 Gruppen organisiert.

2016/17 waren Paul und Mia in Madagaskar und zwar in Ambalvao und in Antsirabe. 2017 haben Weihbischof Matthias König, Ulrich Klauke (Referat Mission-Entwicklung-Frieden), Lena Wierich (mundus Eine Welt e.V.), Dagmar Feldmann und zwei weitere Deutsche die Projekte besucht.

2017/18 hat Anne ihren Freiwilligendienst in Ambalavao geleistet, zeitgleich kam Sr. Georgine zu einem zweiten MaZ-Jahr nach Deutschland. Ein Jahr später war Franz in Ambalavao und Henri aus Vangaindrano auf dem Jugendbauernhof.

Seit Februar 2019 ist Sr. Violette von den SNDS auf der Hegge.

Im September/Oktober 2019 sind Irmgard Venker und Dagmar Feldmann in Madagaskar gewesen. Dagmar hat fast zwei Wochen bei Tafita gelebt und mit den Mitarbeitern sowie den Bauern viele Gespräche geführt.

Seit Oktober ist Tsiory aus Ambalavao für ein Jahr beim HPZ in Warburg als Freiwilliger beschäftigt.

Anfang November kam Domohina aus Ambalavao nach Deutschland. Sie wird ein Jahr in einem Kindergarten in Paderborn arbeiten.

ES GEHT WEITER!

 

13.10.2018: Santatra e.V. wurde in Solingen gegründet.

 

Präsentation Projekt Santatra